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Die gekaufte Wahl – Wie Adolf Hitler die Macht erlangen konnte

In Die Königsmacher – Hitler, die Großindustrie und die gekaufte Wahl legt der Historiker Dr. Karsten Heinz Schönbach in einer aufrüttelnden Analyse dar, wie tief führende deutsche Industrielle in den Aufstieg Hitlers verstrickt waren. Der Aufsatz zeigt, dass Hitlers Weg zur Macht nicht nur politischem Kalkül oder gesellschaftlichen Krisen geschuldet war, sondern auch einer aktiven, massiven Unterstützung aus den Reihen der deutschen Wirtschaftseliten.

Im Zentrum der Untersuchung steht die bislang oft verharmloste Konferenz vom 20. Februar 1933: ein geheimes Treffen, bei dem Vertreter fast aller großen Konzerne Deutschlands zusammentrafen, um Hitler und seiner NSDAP die entscheidende finanzielle Rückendeckung für die Reichstagswahl am 5. März 1933 zu sichern. Schönbach zeigt anhand bislang wenig ausgewerteter Archivquellen, dass diese Unterstützung nicht etwa aus Angst oder Druck erfolgte, wie es spätere Rechtfertigungen glauben machen wollen, sondern aus Überzeugung und politischem Kalkül.

Die industrielle Elite, die sich offen gegen die Demokratie der Weimarer Republik stellte, sah in Hitler den Garanten ihrer wirtschaftlichen Interessen – gegen Gewerkschaften, Sozialismus und politische Unsicherheit. Sie waren bereit, einen Diktator zu installieren, um die alte Ordnung im neuen Gewand zu bewahren. Damit widerlegt Schönbach nicht nur gängige Entlastungsmythen, sondern zeichnet ein ungeschöntes Bild der deutschen Wirtschaft als aktiven Mitgestalter der nationalsozialistischen Machtergreifung.

Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung der Dynamik innerhalb der Wirtschaftskreise: Wie aus anfänglicher Sympathie eine gezielte politische Bewegung wurde, wie Netzwerke wie der Kepplerkreis agierten und schließlich, wie Hitlers Erfolg auch ein Produkt wirtschaftlicher Planung und Finanzierung war. Der Aufsatz räumt mit dem lange gepflegten Mythos auf, die Großindustrie sei bestenfalls Mitläufer gewesen.

Die Königsmacher ist ein Beitrag, der Historiker ebenso wie eine breite Leserschaft anspricht, die sich für die wahren Mechanismen hinter Hitlers Aufstieg interessiert. Dr. Schönbachs akribische Quellenarbeit und klare Sprache machen den Aufsatz zu einer spannenden und zugleich beunruhigenden Lektüre, die einmal mehr die Verantwortung gesellschaftlicher Eliten in Krisenzeiten ins Licht rückt.

Wer verstehen möchte, wie schnell demokratische Strukturen unter dem Druck wirtschaftlicher Interessen zerbrechen können – und welche Lehren daraus für die Gegenwart gezogen werden müssen –, sollte sich diesen Aufsatz nicht entgehen lassen.

Die Königsmacher

Die Königsmacher – Hitler, die Großindustrie und die gekaufte Wahl (e-paper)

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Die Königsmacher – Hitler, die Großindustrie und die gekaufte Wahl von Dr. Karsten Heinz Schönbach Hjalmar Schacht, der Kepplerkreis, die Konferenz vom 20. Februar 1933 und die Machtergreifung Adolf Hitlers (e-paper)

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Hitlers Aufstieg zur Macht und die Rolle der deutschen Großindustrie

von Dr. Karsten Heinz Schönbach

Seit der Veröffentlichung von Henry Turners German Big Business and the Rise of Hitler haben die meisten Historiker sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten die Vorstellung zurückgewiesen, dass die Unterstützung durch die deutsche Großindustrie eine Schlüsselrolle dabei spielte, Hitler an die Macht zu bringen. Dieser Konsens ist falsch, wie Dr. Karsten Heinz Schönbach in einer Reihe von Arbeiten gezeigt hat, die mit seiner Dissertation an der Freien Universität Berlin begann und sich inzwischen auf mehr als zehn verschiedene Werke, darunter zwei Bücher, erstreckt. Diese Arbeiten stützen sich in hohem Maße auf Archivbestände, die früheren Forschern entweder nicht oder nur selektiv zugänglich waren.

Diese sehr umfangreichen Forschungen können natürlich nicht in einem einzigen Aufsatz erschöpfend dargestellt werden. Stattdessen befasst sich dieser Aufsatz ausführlich mit einer der entscheidendsten Episoden von Hitlers Aufstieg zur Macht, die von den bisherigen Historikern, insbesondere von Turner, zumindest teilweise aufgrund der unzureichenden dokumentarischen Quellenlage völlig falsch eingeschätzt worden ist. Dies ist die Geschichte der politischen Beziehungen zwischen Hitler und der NSDAP-Führung und den deutschen „Kohle-Industriellen“ in der Zeit von 1926 bis 1933 – basierend auf einer profunden Analyse von erstklassigem Quellenmaterial aus mehreren deutschen Wirtschaftsarchiven. Oder im Klartext: die Rolle, die die deutsche Bergbau-Industrie beim Aufstieg Hitlers Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre spielte.

Der Aufsatz beginnt mit der Klärung der Frage, wer die deutschen Kohle-Industriellen eigentlich waren und welchen Platz sie in der deutschen Großindustrie einnahmen. Die politische und wirtschaftliche Situation in Deutschland zu dieser Zeit wird untersucht, um zu zeigen, warum die Kohle-Industriellen Hitler unterstützten und in ihm schließlich die Lösung ihrer politischen Probleme sahen. Der Aufsatz zeichnet die Entwicklung der Beziehungen zwischen Hitler und den führenden deutschen Kohle-Industriellen im Laufe der Zeit nach. Der letzte Teil des Aufsatzes untersucht die Auswirkungen des politischen Bündnisses zwischen Hitler und den Kohle-Industriellen und dokumentiert die umfangreiche finanzielle Unterstützung der Industriellen für die NSDAP, ihre Presse und ihre führenden Persönlichkeiten, einschließlich Wahlen.

Hitler und die deutschen Kohle-Industriellen

Hitlers Aufstieg zur Macht und die deutschen Kohle-Industriellen (e-paper)

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Hitler und die deutschen Kohle-Industriellen von Dr. Karsten Heinz Schönbach Aufsatz über die organisatorische und finanzielle Unterstützung Adolf Hitlers und der NSDAP bei ihrem Aufstieg zur Macht durch die Vertreter der deutschen Kohleindustrie

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